Dies ist die Seite der Kinder, die die Veranstaltung "Märchen im Westpark" besucht haben. Habt ihr Bilder gemalt und möchtet ihr, dass sie hier veröffentlicht werden? Oder wollt ihr uns schreiben, wie es euch gefallen hat? Bitte per Mail an: wege.geschichten@gmail.com. Bitte mit Einverständnis zur Veröffentlichung. Mit oder ohne Vorname, Alter des Kindes.
Gemeinsam eine Geschichte erfinden, da kommen überraschende Geschichten dabei heraus. Die Kinder hatten gemeinsam mit der Märchenerzählerin Svetoslava Manolova folgende Geschichten erfunden:
Die Hexe und der Lebkuchenmann
Es war einmal in Japan auf einem Neujahrsfest. Dort wurde gefeiert mit gutem Obst, Musik und einem Feuerwerk. Durch die Menschenmenge ging eine große Katze und suchte nach einem Freund.
Auf dieser wunderbaren Feier lebte auch eine Hexe. Der Ort war zwar schön, aber die Hexe fühlte sich einsam. Sie hätte so gerne einen Freund gehabt. Auch hatte sie Hunger nach einem köstlichen Kuchen. Es gab aber keinen Kuchen auf dieser Feier. Wenn sie an einen köstlichen Kuchen dachte, lief ihr das Wasser im Mund zusammen.
Die Hexe hatte von einer Bäckerei gehört. Dort soll ein Lebkuchenmann leben, mit dem sie sich anfreunden könnte. Und es gab natürlich köstlichen Kuchen dort! Also beschloss sie, sich dorthin zu begeben.
Die Hexe nahm ihren Besen, setzte sich auf diesen und hob über das Neujahrsfest ab. Sie flog nun durch die Nacht. Bei sich hatte sie eine Landkarte, auf der die Bäckerei verzeichnet war. Sie blickte immer wieder auf die Karte, dem Weg folgend. Schließlich sah sie die Bäckerei und landete dort.
Aber es war ja das Neujahrsfest, da hatten die Angestellten alle frei und die Bäckerei war geschlossen. Die Hexe nahm ihren Zauberstab und flüsterte einen Zauberspruch. Die Türe ging auf und die Hexe marschierte hinein.
Drinnen erblickte sie einen wunderbaren Kuchen, süß und saftig war er. Den aß sie auf. „Mhm... lecker, lecker, lecker! Hexenlecker!“ rief sie. Nun war sie satt! Sie blickte sich um und suchte den Lebkuchenmann. Er war aber nirgendwo zu sehen.
Auf einmal roch sie Lebkuchen und merkte der Duft kam aus dem Ofen. Vorsichtig öffnete sie ihn und holte ein Backblech heraus. Viele Lebkuchen waren auf diesem und ein Lebkuchenmann!
Der wurde lebendig und sprang auf den Boden. „Ich danke dir, dass du uns herausgeholt hast! Wir sind genau richtig geworden!“
Er umarmte die Hexe, und die beiden schlossen Freundschaft. Gemeinsam gingen sie nun noch auf das Neujahrsfest. Die Hexe war froh, dass sie das neue Jahr nicht alleine begehen musste, sondern mit ihrem Freund, dem Lebkuchenmann!
(Und die Katze, wo war sie geblieben?)
„Märchen im Westpark“
Eine Geschichte gemeinsam mit den Kindern erfunden, mit Svetoslava Manolova, der Märchenerzählerin.
Sonntag, den 22.8.2026
Der Drache und der geheimnisvolle Schatz
Es war einmal ein Märchenschloss. Es hatte rosa Türmchen und war mit Lichterketten geschmückt. Im Inneren gab es viele schönen Lampen. Manche von ihnen waren Kronleuchter, die leuchteten und funkelten durch die Säle und Gemächer des Schlosses. In dem Hof stand ein Stall mit Pferden und eine wunderbare Kutsche.
An diesem Ort lebten ein König und eine Königin und ihre zwei Kinder, ein Prinz und eine Prinzessin. Auch hatten sie einen Diener und einen Jäger, die ihnen treu dienten.
Doch hat sich im laufe der Jahre die Schatzkammer geleert und die königliche Familie war arm geworden. Manchmal wussten sie nicht, wo sie etwas zu essen finden konnten oder wie sie ihre Diener bezahlen sollten.
Der Prinz hörte von einem geheimnisvollen Schatz von Gold und einer Krone. Dieser lag in einer Höhle auf einem Berg. Versteckt unter Bäumen und Gesträuch, sodass kein Mensch ihn sehen konnte. Der Prinz beschloss in die Welt zu ziehen und diesen zu suchen.
Er nahm sich einen Zauberstab mit, der Fridolin hieß, ein Schwert, das von alleine kämpfen konnte, und einen Schild, der vor Gefahren abschirmte. Er stieg auf eines der Pferde und begab sich auf die Reise.
Überall fragte er nach dem Weg zu der geheimnisvollen Höhle. Doch kein Mensch konnte ihm Auskunft geben. Da fand er eine Landkarte, darauf war der Schatz verzeichnet. Aber er konnte die Landkarte nicht lesen und wusste nicht wie er dorthin reiten sollte. Da fiel ihm sein Zauberstab ein. Er nahm ihn heraus, zeigte damit auf die Landkarte und sprach diesen Spruch: „Fridolin, bring mich dahin!“
Und plötzlich stand er auf einem Berg vor einer Höhle, die war versteckt unter Bäumen. Er stieg von seinem Pferd, band es an einem Baum fest und wollte nun in die Höhle gehen. Als er aber ganz nahe war, merkte er, dass die Höhle eine Eingangstüre hatte. Er versuchte diese zu öffnen aber die Tür war verschlossen. Dann versuchte er, sie mit dem Zauberstab zu öffnen. Aber der Zauber wirkte nicht auf diese Tür. Nun versuchte er sie mit einem Dietrich zu öffnen. - Sicherheitshalber hatte er einen mitgenommen, da er gehört hatte, dass der Schatz hinter einer verschlossenen Tür lag. - Aber auch dies klappte nicht! Da hatte er noch eine Idee: Er nahm den Fridolin und verzauberte damit den Dietrich. Nun versuchte er mit dem magischen Dietrich die Tür zu öffnen. Da ging sie ein winzig kleines Stückchen auf. Der Prinz atmete auf. Und plötzlich fiel ihm sein Schwert ein. Er zog es heraus und ließ es los. Es flog wie von Zauberhand geführt zu der Türe und hieb dann auf den kleinen Spalt ein. Nach einer Weile fing es an zu bröckeln, bis eine Öffnung entstand, die groß genug war. Durch diese kletterte der Prinz in die Höhle hinein.
Drinnen erblickte er einen Drachen. Er kam mit drohendem Blick und weit aufgerissenem Maul auf den Jungen zu. Der Prinz blieb aber ruhig und sprach mit sanfter Stimme: „Du bist so schön , denn deine Schuppen funkeln und glitzern! Ich flehe dich an tue mir nichts!“
Das berührte das Herz des Ungeheuers und er antwortete: „Noch nie hat jemand so liebe Worte zu mir gesprochen!“ Eine Träne rollte über das Gesicht des Drachen hinunter und er trat zu Seite.
Da sah der Prinz den Schatz vor sich. „Er gehört dir, wenn du ihn den holen kannst!“ sprach der Drache.
Der Prinz hatte für nichts Augen, außer für die geheimnisvolle Truhe und ging auf diese zu. Plötzlich knallte er kurz bevor er diese ergreifen konnte auf eine unsichtbare Wand. Da ging der Prinz tastend die Wand entlang und suchte nach einer Öffnung. Es gab aber keine! Schließlich zog er sein Schwert heraus und ließ es los. Das ging nun auf die unsichtbare Wand zu und hieb auf diese ein. Schlag auf Schlag bis die unsichtbare Wand anfing zu bröckeln. Als ein Spalt entstanden war, durch den der Prinz hindurchgehen konnte, hörte das Schwert damit auf.
Der Prinz beugte sich über die Schatztruhe und öffnete sie. Sie war gefüllt mit Goldmünzen und einer Krone. Die zog sich der Prinz an. Dann lud er die Schatztruhe auf sein Pferd. Er verabschiedete sich von dem Drachen und zauberte sich mit dem Fridolin nach Hause.
Endlich war er wieder zu Hause. Er sah von weitem die rosa Türmchen und die leuchtenden Lichterketten und ritt voller Vorfreude auf das Schloss zu. Die Eltern, seine Schwester und die treuen Diener sahen ihn von weitem mit der leuchtenden Krone auf dem Kopf. Da wussten sie, er hatte den Schatz gefunden und ihre Not hatte ein Ende. Lachend gingen sie einander entgegen und umarmten sich. Nun hatten sie sich wieder. Die königliche Familie und die treuen Diener hatten wieder gut zu essen und der Schatz brachte ihnen ein Leben lang Glück und Segen.
Und wenn der Drache sich einsam fühlte, besuchte er das Schloss und der Prinz und seine Familie leisteten ihm Gesellschaft.
„Märchen im Westpark“
Eine Geschichte gemeinsam mit den Kindern erfunden mit Svetoslava Manolova, der Märchenerzählerin.
Sonntag, den 9.8.2026
Die Königin und die Glücksgeschichte
oder
Die Königin am Meer
Es war einmal ein See. Dort gab es Fische, Krebse, Muscheln und viele schöne Steine. Auch Enten schwammen auf dem Wasser und die Menschen fütterten sie mit Brotkrumen. In den Tiefen des Gewässers lebten aber allerlei ungewöhnliche Geschöpfe wie Tintenfische, Haie, Wassermänner und viele mehr.
An dem See wohnte eine Königin. Sie trug prächtige Gewänder. Auch trug sie schönen und kostbaren Schmuck. Ihre Haare waren lang und zu einem Zopf geflochten. Aber der Zopf war nicht nur schön, sondern besaß eine magische Kraft. Ihr Haar konnte zaubern! Und einen Zauberstab besaß die Königin auch.
War ihr Reich am See auch noch so schön, so gab es dort nirgendwo Spaghetti. Die Königin hätte aber gerne Spaghetti gegessen. Es war ihr Lieblingsgericht. Auch wünschte sie sich so sehr einen Delfin. Denn so einen Fisch gab es in dem großen See noch nicht. Sie beschloss in die Welt zu ziehen, um diese zu finden und nach zu Hause bringen.
Sie nahm ihre Kutsche und machte sich auf die Reise. Der Vater der Königin aber wollte, dass seine Tochter zu Hause bleibt. Auch konnte er Spaghetti nicht ausstehen und Delfine schon gleich gar nicht. Er ärgerte sich furchtbar, als er sah, dass seine Tochter fortgefahren war. Er beschloss sie aufzuhalten.
Da nahm er seine eigene Kutsche und ritt der Königin hinterher. Bald schon sah er sie in weiter Ferne. Auch die Königin sah die Kutsche ihres Vaters kommen. Diese war schneller als ihre und kam immer näher und näher. Fast hätte der Vater sie schon erreicht. Da sprang die Königin auf den Rücken ihres Pferdes. Blitzschnell hängte sie die Kutsche ab und ritt mit dem Tier davon. Der König krachte gegen den ausgehängten Wagen und konnte seiner Tochter nicht mehr folgen.
Die Königin war nun frei. Sie reiste durch die Welt und besah sie sich alles.
Eines Tages kam sie zu einem Laden. Dort gab es ganz viele Spaghetti. Sie kaufte zwei große Säcke voll mit Spaghetti. Da merkte sie, dass sie kein Geld hatte, um zu bezahlen. Sie überlegte, was sie tun könnte. Da fiel ihr ein, dass sie Zauberschmuck trug. Sie nahm ihre Kette herunter, zog an ihr und flüsterte einen Zauberspruch. Da fielen Goldstücke zu Boden. Damit konnte sie die Nudeln bezahlen. Glücklich belud die Königin ihr Pferd.
Nun aber machte sie sich auf dem Weg zum Meer, denn sie hatte gehört, dort lebten Delfine.
Das Meer war schön und wie es die Königin bewunderte, sah sie ein paar Delfine in den Wellen reiten. Einer von Ihnen gefiel ihr besonders. Plötzlich kam dieser näher an die Küste heran und fing mit menschlicher Stimme an zu sprechen. Er sagte, er wolle gerne mit ihr mitkommen. Die Königin freute sich darüber. Dann aber bemerkte sie, dass sie nichts hatte, mit dem sie den Fisch transportieren konnte. Sie überlegte ein bisschen, dann zog sie ihre Ohrringe aus. Sie schwenkte sie sachte in die Luft und sprach einen Zauberspruch. Da erschien hinter ihrem Pferd eine große Kutsche. Dann sprach sie noch einen Spruch und der Delfin hatte dort Platz genommen. Nun machte sich die Königin auf dem Weg in ihre Heimat.
Als sie dort ankam, freute sie sich, wieder zu Hause zu sein. Der Delfin sprang glücklich in den See. Dann lud sie die zwei Säcke Spaghetti aus. Nun konnte sie nach Herzenslust Nudeln essen und den Delfin am See besuchen so oft sie wollte.
Das machte die Prinzessin sehr glücklich.
Ende gut alles gut!
„Märchen im Westpark“
Eine Geschichte gemeinsam mit den Kindern erfunden mit Svetoslava Manolova, der Märchenerzählerin.
Sonntag, den 24.8.2025
Das Schloss auf dem hohen Berg
Vor langer langer Zeit lebte in der heißen Wüste, wo es nichts als Sand gab, in einer Höhle ein armer Bauer mit seinen Kamelen.
Er wünschte sich viel Geld zu haben und dass immer Essen und Trinken im Hause sei. Jede Nacht träumte er von einer guten Salami. Wenn er daran dachte, lief ihm das Wasser im Mund zusammen.
Man erzählte sich von einem verlassenen Schloss auf einem hohen Berg. Dort wären die Vorratskammern gefüllt mit gutem Essen. In den Schatzkammern seien kostbare Schätze. Und im Hof soll ein Becken sein, voll mit gutem klarem Wasser, das nie zur Neige ging.
Der Bauer wollte unbedingt zu diesem Schloss, aber keiner wusste, wo es sich befand.
Eines Tages fand der Bauer einen besonderen Stein in der Wüste. Er hob ihn auf, da fing der Stein an zu sprechen und meinte, er wüsste alle Geheimnisse der Welt. Da fragte ihn der Bauer, ob der Stein den Weg zu dem Schloss auf dem hohen Berg kenne. Der Stein antworte, den wüsste er.
Da sattelte der Bauer seine Kamele und machte sich auf den Weg dorthin.
Wenn er nicht mehr weiter wusste, so fragte er den Stein um Rat, der wies ihm dann den Weg. Schließlich erreichte der Bauer einen hohen Berg. Auf seinem Gipfel erblickte er ein einsames Schloss. Er wanderte den Berg hoch, bis er die Tore des Schlosses erreicht hatte. Er konnte aber nicht hinein, weil ein großer Stein aus Plastik davor stand. Er versuchte mit aller Kraft den Stein wegzuschieben. Es klappte aber nicht! Er suchte die Umgebung ab und fand einen Metalldetektor. Damit suchte er die Erde ab, bis an einer bestimmten Stelle das Gerät anfing zu rauschen. An dem Ort begann der Bauer zu graben und fand ein Metallstück. Das hielt er gegen den Plastikstein, da schmolz der Stein fort.
Nun konnte der Bauer endlich das Schloss betreten. Es war menschenleer. Der Mann ging durch das ganze Schloss. Da gelangte er zur Speisekammer. Dort war die köstlichste Salami, die man je gesehen hatte und andere gute Speisen. Damit belud er seine Kamele. Bald danach fand er die Schatzkammer, die war voller Schätze, die nahm er auch mit. Draußen auf dem Schlosshof fand er das Becken gefühlt mit durstlöschendem, klarem Wasser. Er fühlte seine Flasche damit. Das Wasser aus dieser Flasche würde nie mehr zur Neige gehen.
Nun war der Bauer ein reicher Mann geworden. Die Schätze, die er in dem Schloss gefunden hatte, brachten ihm ein Leben lang Glück und Fülle.
„Märchen im Westpark“
Eine Geschichte gemeinsam mit den Kindern erfunden mit Svetoslava Manolova, der Märchenerzählerin.
Sonntag, den 9.08.2025
Vor langer Zeit oder vielleicht doch nicht vor so langer Zeit! Da lebte auf dem Mond in einem Schloss eine Fee. In dem Schloss war alles blau und auch die Gewänder der Fee und ihr Zauberstab waren in solch einer Farbe. Auch besaß sie einen blauen Drachen, auf dem sie fliegen konnte. Nicht weit von diesem Ort entfernt lebte in einem Hexenhaus eine böse Hexe. Bei ihr war nichts blau, sondern es war alles rot. Auch ihr Drache war rot. Sie hasste die blaue Fee und konnte ihre Farben nicht ausstehen. Jeden Tag ärgerte sie sich über sie und warf dem Schloss wütende Blicke zu.
Auf dem Mond gab es keine Tiere. Das machte die Fee traurig, denn sie mochte Tiere sehr gerne. Also beschloss sie eines Tages zur Erde zu fliegen und von dort ein Pferd und eine Giraffe zu holen. Auch die blaue Krone wollte sie mitbringen. Sie stieg auf den Rücken ihres Drachen, nahm ihre blaue Rakete mit und machte sich auf den Weg zur Erde.
Die Hexe hatte von dem Vorhaben der Fee gehört. Nun stieg sie ihrerseits auf den roten Drachen, holte ihre Rakete und flog hinter der Fee her. Denn sie mochte keine Tiere leiden und wollte verhindern, dass die Tiere auf dem Mond lebten. Die blaue Krone aber wollte sie für sich selbst haben. Denn dann würde sie Macht über alles, was auf dem Mond ist, erlangen.
Sie flog nun durch das Weltall und um sie herum waren nur die Sterne. Bald aber sah sie schon die Fee und kam ihr immer näher und näher. Wie sie ihr nun ganz nah war, nahm sie den Zauberstab und sprach einen Spruch. Die Fee war plötzlich wie zu Stein erstarrt und konnte sich nicht bewegen. Die Hexe frohlockte schon.
Die Fee konnte aber ein paar Finger bewegen. Mit ihnen berührte sie ihren Zauberstab. Sie nahm all ihre Kraft zusammen und flüsterte einen Zauberspruch. Ganz leise war er zuerst und schwach. Die Fee aber gab nicht auf. Und bald wurde aus dem kleinen Zauber ein ganz großer. Da konnte sie sich bewegen und ein Funke sprang zu dem roten Drachen. Da flog er auf und davon und ließ die Hexe alleine zurück. Sie aber humpelte davon und musste schauen, wie sie nach Hause kam.
Die Fee flog nun aber zur Erde, fand dort ein Pferd und eine Giraffe, die sie mitnehmen konnte. Dann holte sie auch noch die blaue Krone. Tiere stiegen in die blaue Rakete ein und neben ihnen stand die schöne Krone. Die Fee stieg auf den blauen Drachen. Dann flogen alles zusammen zu dem Mond.
Nun lebten sie dort glücklich und zufrieden und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Die Hexe aber, die humpelt immer noch durch das Weltall und versucht nach Hause zu kommen.
„Märchen im Westpark“
Eine Geschichte gemeinsam mit den Kindern erfunden mit Svetoslava Manolova, der Märchenerzählerin.
Sonntag, den 11.08.2024
Der Prinz und das silbrige Pferd
Vor langer Zeit lebten auf einem wunderschönen und bunten Schloss, das auf einem Berg stand, ein König und eine Königin mit ihrer großen Ritterschaft. Dort wohnte auch ihr Sohn. Der Prinz trug eine Krone, hatte ein Schwert umgebunden und um seine Schultern hing ein Umhang.
Die königlichen Ställe waren leer, kein Pferd hörte man dort wiehern, schnaufen oder mit den Hufen scharen. Auch war niemand da, der die silberne Kutsche, die mit goldenen Zeichen verziert war, fahren konnte.
Der Prinz beschloss in die Welt zu gehen und das silbrige Pferd mit dem goldenen Sattel zu finden und nach Hause zu bringen. Denn nur dieses konnte die schöne Kutsche ziehen. Mit sich nahm er ein Zauberbuch das ihm helfen und ihn beschützen sollte.
Dann zog der Prinz fort. Zuerst ging er gemächlich und besah sich die Welt. Weil er aber gut rennen konnte, rannte er auch schon bald los. Er lief über die ganze Welt.
Bis er vor sich ein Tal sah. Dort grasten viele Pferde unter ihnen war auch das silbrige Pferd mit dem goldenen Sattel. Da freute sich der Prinz, er meinte schon am Ziel zu sein. Als plötzlich ein starker Wind aufkam. Er wehte aus allen Richtungen und war so heftig, dass der Prinz sich kaum von der Stelle rühren konnte. „So kann ich nicht in das Tal gelangen!“ dachte er bei sich.
In seiner Not nahm er sein Zauberbuch hervor. Mit aller Kraft versuchte er es aufzuschlagen. Der Wind aber hinderte ihn daran. Plötzlich schlug das Buch von alleine eine Seite auf. Dort stand ein Zauberspruch und der Prinz las ihn laut vor: „Hokus Pokus! Wind bleib Still!“ Da hörte der Wind auf zu toben und es wurde ganz ruhig.
Erleichtert wanderte nun der Prinz hinunter zu dem Tal. Dort wartete schon das silbrige Reittier. Ersetzte sich darauf und gab dem Pferd die Sporen. Nun ritt er den ganzen Weg zurück zu dem wunderschönen Schloss. Als er dort ankam hoben die Ritter dreimal ihre Schwerter um ihn zu begrüßen. Der König und die Königin umarmten voller Freude ihren Sohn. Dann bewunderten sie das schöne Pferd und der Prinz erzählte ihnen von seinem Abenteuer.
Eine Prinzessin aus dem benachbarten Königreich hörte auch zu. Beide sahen sich an und verliebten sich ineinander und sie beschlossen zu heiraten. Da wurde ein großes Hochzeitsfest gefeiert. Das Brautpaar war schön geschmückt und sie saßen in der silbernen Kutsche, die mit goldenen Zeichen verziert war. Und das silbrige Pferd zog sie durch das jubelnde Volk.
Die Ritter von dem bunten Schloss, sie wussten nun wo die anderen Pferde waren und kannten den Zauberspruch. Ein jeder von ihnen zog los und holte sich ein schönes Reittier. Von ihren Abenteuern aber berichte ich euch ein anderes Mal.
„Märchen im Westpark“
Eine Geschichte gemeinsam mit den Kindern erfunden, mit Svetoslava Manolova, der Märchenerzählerin.
München, Samstag, den 24.08.2024
